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Die Industriebahn

Als die hallesche Hafenbahn im Süden der Stadt gebaut wurde, bekamen einige Betriebe keinen Gleisanschluss. Für diese Betriebe wurde eine Stichstrecke angelegt. Diese besaß eine Spurweite von 1000 mm und begann am Bahnhof Turmstraße. Damit die Güter nicht von den Wagen der Hafenbahn umgeladen werden mussten, wurden die Wagen auf spezielle Rollböcke geschoben. Auf den Rollböcken wurden sie dann in die Fabriken gebracht. Die Industriebahn wurde 1895 eröffnet und führte vom Bahnhof Turmstraße bis zur Maschinenfabrik an der Pfännerhöhe. Die 1,2 km lange Strecke folgte dem Verlauf der Turmstraße und führte dann über den Lutherplatz. Von den einst 7 bedienten Firmen wurden schon zu DDR-Zeiten nur noch 3 bedient. Von 1895 bis 1966 wurde der Fahrbetrieb von 2 kleinen Dampfloks durchgeführt.

RangierlokDanach übernahmen 2 kleine Dieselloks diese Aufgabe. 1983 wurden zwei normalspurige Rangierloks auf 1000 mm umgespurt und versahen den Dienst, bis 1990 die gesamte Anlage stillgelegt wurde. Fast kein Betrieb hatte die Wende überstanden. Den letzten Kunden, die Maschinenfabrik, hatte man mit enormen Preissteigerungen vergrault. Mehr Informationen über die Industriebahn Halle, ihre Fahrzeuge und Gleisanlagen finden Sie auf dieser externen Seite.

 

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